Christoph Maria Herbst spricht über seine Rolle als Stephan Berger und das innere Kind
Christoph Maria Herbst beschreibt seine Rolle als Stephan Berger in "Der Spitzname" als "neunmalklug", eine Figur, die wenig Sympathie beim Publikum weckt. Im Film wird Berger abrupt in die Rente geschickt und kämpft mit den Folgen. Herbst betont, dass er mit dieser schwierigen Rolle nichts gemeinsam hat und sein inneres Kind ihn lebhaft hält.

Christoph Maria Herbst, 58, beschreibt seinen Charakter Stephan Berger aus dem Film "Der Spitzname" als "neunmalklug". Der Schauspieler spricht im Interview über die Herausforderungen, die seine Rolle mit sich bringt, sowie über persönliche Eigenschaften, die von seinem Charakter abweichen. Der Film, als Abschluss der Trilogie von Sönke Wortmann, behandelt das plötzliche Karriereende von Berger und dessen Auswirkungen auf sein Leben.

Der Charakter von Stephan Berger und seine Entwicklung
Im Film "Der Spitzname" wird Professor Stephan Berger von einem unerwarteten Vorfall in die Rente geschickt. Christoph Maria Herbst beschreibt die "Schockstarre", die seine Figur erleidet: Das plötzliche Karriereende führt dazu, dass Berger sich zunächst hilflos fühlt. Er verdeutlicht die Herausforderungen, die mit dem Verlust des beruflichen Standes einhergehen, und wie wichtig es ist, aus solch einer Situation herauszukommen.

Die Verbindung zwischen Schauspieler und Figur
Herbst erkennt, dass Stephan Berger eine schwierige Persönlichkeit hat, die beim Publikum wenig Sympathie erwecken dürfte. Während er einige Eigenschaften der Figur auflistet, wie rechthaberisches und besserwisserisches Verhalten, betont er, dass er im echten Leben nichts mit dieser Art von Persönlichkeit gemein hat. Dies lehrt ihn die Einsicht, dass er in seinem eigenen Leben nicht alles falsch gemacht hat.
Reflexion über das Alter und Lebensumstände
Im Gespräch thematisiert Herbst auch das Thema Alter und Starrsinn. Er stellt fest, dass er sich noch nicht in dem Alter fühlt, in dem diese Eigenschaften zunehmen. Obwohl der Schauspieler keine Kinder hat, äußert er, dass er das innere Kind in sich stets spürt und dies für seine Kreativität und Energie sorgt. Herbst erklärt, dass er sein inneres Kind regelmäßig ausleben lässt, was zu seiner künstlerischen Präsenz beiträgt.