Richter weist P. Diddys Antrag auf Kaution wegen Sexualverbrechen erneut zurück
Sean John Combs, bekannt als P. Diddy, bleibt im Gefängnis, da ein Bundesrichter seinen Antrag auf Kaution abgelehnt hat. Der Musikmogul sitzt seit September wegen Sexualverbrechen in Haft. Die Staatsanwaltschaft äußerte Bedenken wegen möglicher Zeugenbeeinflussung. Trotz der strengen Auflagen von Seiten der Verteidigung wurde seine Kaution nicht bewilligt. Der Prozess ist für Mai 2025 anberaumt.

Sean John Combs, besser bekannt als P. Diddy, bleibt weiterhin in Haft, nachdem ein Bundesrichter ihm am 27. November die vorzeitige Freilassung gegen Kaution verweigert hat. Dies ist der dritte gescheiterte Versuch des Musikmoguls, aus dem Gefängnis entlassen zu werden, wo er seit September wegen sexualrechtlicher Vorwürfe sitzt.

Gerichtliche Ablehnung der Kautionsanträge
Der bekannte Medienmogul erschien vor Richter Arun Subramanian in New York, um seine Freilassung erneut zu beantragen. Der Richter lehnte jedoch den Antrag ab, da er Bedenken hinsichtlich möglicher Zeugenbeeinflussung und der Sicherheit der Gemeinschaft äußerte. Vor allem die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass Diddy versuchen könnte, Zeugen einzuschüchtern, falls er auf freien Fuß gesetzt werde.

Vorwürfe und Sicherheitsbedenken
Die Staatsanwaltschaft bezog sich auf Berichte, wonach Diddy bereits aus der Haft heraus versucht haben soll, Kontakt zu Zeugen aufzunehmen und sie zu erpressen. In den Gerichtsunterlagen wird festgestellt, dass sein Ziel darin besteht, Opfer und Zeugen zu beeinflussen, um sie an einer Aussage zu hindern oder belastende Aussagen zu erlangen.
Verteidigungsstrategie und Kautionsangebot
Die Verteidigung des Musikers bezeichnete den Fall als schwach und schlug ein Kautionspaket in Höhe von etwa 47 Millionen Euro vor. Dieses Paket sollte strenge Auflagen beinhalten, darunter eine 24-Stunden-Überwachung und eingeschränkter Kontakt nur über seine Anwälte.
Kontroversen und persönliches Umfeld
Trotz seiner Erfolge in der Musikindustrie sieht sich Diddy immer wieder mit Kontroversen konfrontiert, insbesondere in Bezug auf sein Privatleben. Seine langjährige Beziehung zur Sängerin Cassie nahm oft einen breiten Raum in den Medien ein. In der aktuellen Anhörung verwies der Richter auf frühere Vorfälle, die seine Entscheidung beeinflussten, darunter angebliche Auseinandersetzungen zwischen Diddy und Cassie.
Aussichten auf einen Prozess
Sean Combs beteuert weiterhin seine Unschuld. Der Prozess gegen ihn ist aktuell für Mai 2025 angesetzt, und bis dahin bleibt ungewiss, ob sich an seiner Situation etwas ändern wird.