Trump muss nächste Woche zu Verleumdungsklage gegen ABC-Moderator Stephanopoulos aussagen
Donald Trump wird nächste Woche im Rahmen seiner Verleumdungsklage gegen ABC-Moderator George Stephanopoulos befragt. Trump wirft Stephanopoulos vor, falsche und rufschädigende Aussagen über ihn gemacht zu haben, als dieser ihn fälschlicherweise als Vergewaltiger bezeichnete. Ein Richter hatte zuvor festgestellt, dass die Bezeichnung nicht unzutreffend war, nachdem Trump wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde.

Nach dem Wahlkampf hat Donald Trump nun die Gelegenheit, einige Erklärungen abzugeben. Der Entertainer, der im Jahr 2023 gegen den Fernsehsender ABC News klagte, sieht sich nun mit der Vorladung konfrontiert, um seine Anschuldigungen zu untermauern.

Donald Trumps rechtliche Auseinandersetzung mit ABC News
Donald Trump hat Anfang des Jahres rechtliche Schritte gegen ABC News unternommen, da er behauptet, dass Moderator George Stephanopoulos falsche Informationen verbreitet und ihn verleumdet hat. Laut Berichten von NBC News wird die Befragung zu diesem Fall in der kommenden Woche vor Ort stattfinden und ungefähr vier Stunden in Anspruch nehmen. In diesem Zusammenhang wurde auch der Moderator Stephanopoulos aufgefordert, nächste Woche seine Aussagen zu dem Fall zu machen, wobei die Entscheidung darüber, ob er persönlich oder online an der Sitzung teilnehmen wird, von weiteren Anwälten getroffen werden muss.

Die Vorwürfe gegen George Stephanopoulos
George Stephanopoulos steht in der Kritik, weil er Trump in einem Beitrag fälschlicherweise als vergehenbehaftet bezeichnet hat. Diese Anschuldigung ergab sich im Kontext eines Urteils der Bundesjury, in dem Trump des sexuellen Missbrauchs sowie der Körperverletzung an E. Jean Carroll schuldig gesprochen wurde. Der Moderator verwendete jedoch den Begriff Vergewaltigung, was Trump als rufschädigend einstufte und zur Einreichung der Verleumdungsklage führte.
Juristische Urteile und deren Implikationen
Ein späteres Urteil eines Richters im Fall Carroll stellte fest, dass die Verwendung des Begriffs Vergewaltigung im gesellschaftlichen Verständnis nicht unbedingt falsch sei. Der Richter unterstrich, dass die Jury festgestellt hat, dass Trump tatsächlich die im Prozess vorgelegten Beweise so gehandelt hat. Diese juristische Auseinandersetzung geht auf eine Klage von E. Jean Carroll aus dem Jahr 2019 zurück, in der sie Trump beschuldigte, sie körperlich angegriffen zu haben. In diesem Fall wurde Trump verurteilt, Carroll eine Entschädigung in Höhe von 4,6 Millionen Euro zu zahlen.